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Tag 1
Theoriearbeit: Überraschende Nachbarschaften
Key-Note: Prof. Dirk Baecker
Zeppelin University Friedrichshafen
Annäherung an ein abstraktes Konzept: Next Society. Um was es dabei geht? Um nichts anderes als die Frage "Wie geht es weiter?". Ausgangspunkt sind die Überlegungen Peter Drucker's zur Zukunft der Arbeit. Dirk Baecker legt dazu, und entfaltet ein theoretisches Konzept der nächsten Gesellschaft. Unterschiedliche Vor- und Nachdenker stellen ihre Überlegungen dazu vor, und geben Hinweise auf das Leben & Arbeiten in der Wissensgesellschaft.
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Die Unüberschaubarkeit der Verhältnisse irritiert. Social Media, Twitter, Informationsüberfluss ... Unsere Überzeugung: ohne eine theoretische Fundierung kommen wir hier nicht weiter. Welche Umbaumaßnahmen hinter den Kulissen der Moderne stattfinden, entzieht sich oft genug dem Auge des Alltags. Dem geschulten Blick hingegen fällt auf, welche Verwerfungen sich bereits heute in Organisationen und ihrem Management abzeichnen, wenn sie in den Kontext einer sich mehr und mehr vernetzenden, globalen Gesellschaft gestellt werden. Deutlich wird: die damit einhergehende Unüberschaubarkeit der Verhältnisse unterläuft zunehmend mehr den Erfolg eingespielter und damit bewährter gesellschaftlicher Problemlösungen. Wir beginnen mit Einblicken in die Theorie!
Workshops mit unseren scouts:
Prof. Natascha Adamowsky zur „Gamefication“ des Alltags
Prof. Bernd Ankenbrand zu Geschäftsmodellen von Finanzinnovationen
Prof. Friedrich von Borries zum Atlas der Mobilität
Prof. Tom Fuerstner zu Organisationen als Algorithmen
Prof. Georg Franck zur »Ökonomie der Aufmerksamkeit«
Sebastian Gießmann zu Netzwerken und Schwärmen
Dr. Annette Gebauer zu Mindful Organizing
Dr. Maren Lehmann zu Individuuen als Innovationsressourcen
Prof. Dirk Rustemeyer zur Philosophie der [nächsten] Gesellschaft
Kevyn Eva Norton zur "New World of Work"
Jan A. Poczynek zur "New World of Work"
Prof. Rudi Wimmer zur Führung in der [nächsten] Gesellschaft
Tag 2
Feldforschung: Prototypen einer nächsten Gesellschaft
Key-Dialog: Prof. Larry Leifer und Prof. Gesche Joost
Stanford University und UdK Berlin
Next Society? Von wegen! Next ist Now. Hybride Organisationen & neue Managementmodelle existieren nicht nur in den Köpfen der Theorie, sondern werden bereits praktisch erprobt. Das Berlinlabor öffnet seine Tore und gibt uns einen Vorgeschmack auf die nächste Gesellschaft: Wie sehen Modelle zukünftiger Unternehmen aus? Wie funktioniert ihr Management, wenn nicht mehr Alphatiere sondern Betakulturen das Sagen haben? Und was davon hält dem "Reality Check" in bestehenden Strukturen stand?
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Am zweiten Tag untersuchen wir die Formen und Interfaces zukunftsfähiger Organisationen und die Art und Weise, wie sie entworfen werden. Wir haben eine Feldforschung in der Berliner Start-Up Szene vorbereitet und begeben uns auf die Suche nach dem Potenzial neuer Organisationsformen. Ob Design-Thinking oder Co-Working Spaces: welche innovativen Lösungsansätze, Produktideen und Heuristiken sind heute schon Navigationshilfen? Was wird die Ausbeute dieser Feldforschung: ein Zukunftslabor nach Design-Thinking Prinzipien ist angesagt. Mit Hilfe von Prototypen sammeln wir Ideen für eine mögliche Übersetzung in die eigene Praxis.
Am Abend öffnen sich dann die Lounges und Hinterzimmer der Malzfabrik: spannende Dialoge, Bilderwelten und secret features ... die Nacht ist lang.
Tag 3
Landkarten: Navigieren in Unsicherheit
Key-Note:Prof. Gunter Dueck
ehem. CTO IBM Deutschland
Gestern noch sichere Bank, heute bereits Luftnummer. Wenn sich die vertrauten Sicherheiten auflösen, und wir es mehr und mehr mit überraschenden Nachbarschaften zu tun bekommen, dann stellt sich die Frage nach Navigationshilfen. Wie könnten Landkarten aussehen, mit denen wir in diesen unsicheren Zeiten navigieren? Wie gelingt es, Organisationen und ihr Management zukunftsfähig zu machen? Und worauf kommt es an, wenn das Internet zum Betriebssystem unserer Gesellschaft wird?
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Das Internet wird zum Betriebssystem der Gesellschaft. Die Folgen daraus beschäftigen nicht nur Organisationen und ihr Management, sondern auch die Beratung. Nach Theoriearbeit und Praxis brauchen wir Orientierung und Landkarten. Können BeraterInnen und DesignerInnen weiterhin ihre Rolle als Lotsen in solchen unüberschaubaren Verhältnissen ausfüllen? In Zukunftswerkstätten stellen die Scouts Landkarten, Modelle und Hypothesen zur Diskussion, um handfest an der Zukunftsfähigkeit von Organisationen zu arbeiten.
Ein Überraschungsgast der besonderen Sorte wird Dueck'schen Aufschlag zur "Professionellen Intelligenz" auf Herz und Nieren prüfen: Woaruf kommt es morgen an? Im patizipativen Modus überführt sich das Konferenzsetting selbst in überraschende Nachbarschaften. Machen Sie mit?